Haben Autoreifen ein Verfallsdatum? Wie alt ist zu alt?

Reifen und ihre Haltbarkeit

Auch wenn Autoreifen nicht viel benutzt wurden, kommen sie in ein gewisses Alter, an dem die Fahreigenschaften in Mitleidenschaft gezogen werden. Es gibt viele wichtige Altersgrenzen bei Reifen, die Sie als Autofahrer unbedingt beachten müssen.
Eigentlich gilt, dass ein Reifen dann gewechselt werden muss, wenn sein Profil abgefahren ist. Unabhängig vom Verschleiß gibt es aber auch eine Art Verfallsdatum, und das sollte keinesfalls überschritten werden.

Wenn ein Reifen nicht benutzt wurde, kann er fünf Jahre lang als Neureifen angesehen und verkauft werden. Bei einer guten Lagerung muss man in dieser Zeit keine Qualitätseinbußen befürchten. Kunden können aber unter gewissen Umständen einen günstigeren Preis aushandeln, vor allem dann, wenn es sich bei den Reifen um ein älteres Modell handelt. Man kann das Datum der Produktion an einer sogenannten DOT-Nummer erkennen, welches auf der Reifenflanke angegeben ist. Diese zeigt Ihnen das genaue Herstellungsdatum sowie das Jahr und die Kalenderwoche an.

Der Gesetzgeber macht zur Obergrenze des Reifenalters nur eine einzige Vorgabe. Diese lautet, dass zum Beispiel bei Anhängern mit einer Zulassung von 100-hm/h, die Reifen das Alter von sechs Jahren nicht überschreiten dürfen. Laut GTÜ wird dies auch bei einer Hauptuntersuchung ganz genau überprüft.

Experten sagen, dass der Reifen auf keinen Fall älter als acht Jahre sein sollte. Auch wenn der Reifen nur wenig genutzt wurde, haben Hitze, Ozon, Feuchtigkeit und UV-Licht so starke Auswirkung auf ihn, dass die vorhandene Gummimischung spröde und hart wird. Die vorgegebene Grenze von acht Jahren gilt für Wohnmobile, Oldtimer, Anhänger oder auch für ganz normale Pkws, die auch nur wenig gefahren wurden.

Doch auch die bekannten Ausschlusskriterien gelten für neue Reifen, die im Einsatz waren. Das Gesetz gibt auch an, dass die Tiefe des Profils nicht weniger als 1,6 Millimeter betragen darf. Doch in solch einem Zustand sind die Reifen bereits so schlecht, dass man sie eigentlich viel früher wechseln sollte. Bei Winterreifen sollte man ab vier Millimetern den Wechsel vornehmen und bei Sommerreifen schon ab drei Millimetern. Außerdem sollten Sie auch darauf achten, ob die Reifen irgendwelche Schäden wie Risse oder Löcher aufweisen. Wenn das der Fall sein sollte, müssen sie unbedingt gewechselt werden, um einen Unfall aus diesem Grund auszuschließen zu können.

Das Alter der Reifen ist sehr wichtig

Reifen sind immerhin einer der sichersten Bestandteile eines Autos. Leider wissen das nicht viele Autofahrer und interessieren sich nicht wirklich für die Gummimischung ihrer Reifen. Sie setzten sich somit unnötigen Gefahren und Risiken aus. Wenn Sie sicher im Straßenverkehr unterwegs sein wollen, halten Sie sich an die einfache Faustregel 4x3x6, das heißt: Vier Mal die gleichen Reifen, drei Millimeter Profiltiefe als Mindestwert und das Reifenalter sollte die sechs Jahre nicht überschreiten.

Für die Sicherheit im Verkehr spielt das Alter des Reifens eine sehr große Rolle. Studien haben ergeben, dass sich bei älteren Sommerreifen die Sicherheit und auch die generellen Fahreigenschaften stark verändern. Man hat für diese Studie Reifen verwendet, die ein Alter von zwei bis vierzehn Jahren hatten und viel auf Straßen eingesetzt worden waren. Danach hat man diese mit neuen Reifen derselben Marke verglichen. Man fand heraus, dass die Fahreigenschaften sich bei einer Profiltiefe von weniger als vier Millimetern, rapide verschlechtern. Achten Sie also bitte auch eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern.

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